Kinderarztbesuche steigen

Kinderarztbesuche steigen

Richter und Justizminister Juan Carlos Campo bei einer Rede im Parlament. / Archiv

SPANIEN | Das nationale Institut für Toxikologie und Forensik (INTCF), hat bereits jetzt einen 900 prozentigen Anstieg  von Kinderarztbesuchen wegen Unfällen mit Desinfektionsmittel verzeichnet. Im Jahr 2019 waren es 90 Kinderarztbesuche und im Jahr 2020 sind es bereits jetzt 585 Konsultationen. 368 Kinder waren dabei unter zwei Jahre alt.

Aufgrund solcher Zahlen hat der gegenwärtige Justizminister und Richter, Juan Carlos Campo, in einer öffentlichen Mitteilung an die Eltern appelliert. „Ich bin selber auch Vater und weiß wie schnell es gehen kann, das unsere Kinder etwas in die Hände bekommen, dass nicht für sie bestimmt ist. Es liegt jedoch in der Verantwortung von uns Eltern, dafür zu sorgen, dass die Kinder gar keinen Zugang dazu haben können.“, so Campo. Die verzeichneten Vorfälle zeigen auf, dass 84 Prozent versehentliche orale Einnahmen waren, sieben Prozent der Vorfälle betrafen die Augen, drei Prozent versehentliches Einatmen der Dämpfe und zwei Prozent waren allergische Hautreaktionen. Ein Rest von vier Prozent konnte nicht nachvollzogen werden.

Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass 80 Prozent der Symptome in sehr kurzer Zeit wieder vergehen. Diese können je nach fälschlicher Einnahme Erbrechen, Durchfall, Husten, Augenrötungen, leichte Sehstörungen und allgemeine Bauchbeschwerden sein. Daher sollten Eltern darauf acht geben das Desinfektionsmittel immer außerhalb der Reichweite von Kinder aufzubewahren und wenn es in Gebrauch ist nur unter Beobachtung von Erwachsenen.

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