Kinderpornos im Gruppenchat – 12 Pädophile verhaftet

Kinderpornos im Gruppenchat – 12 Pädophile verhaftet

Pädophile tauschten Fotos und Videos in Gruppenchats über ihr Smartphone aus.

SPANIEN | Die Nationalpolizei hat am Dienstag zwölf Pädophile verhaftet, die kinderpornografische Inhalte auf ihren Handys per Gruppenchat ausgetauscht hatten. Zudem hat sie eine Webseite abgeschaltet, die Kinderpornos verkauft hat. Alle Verhafteten waren junge Leute, vier von ihnen sogar selbst minderjährig.

Die Investigation wurde von EUROPOL, INTERPOL und der portugiesischen Polizei unterstützt. Sie begann mit einem Tipp über die Online-Meldeplattform der Polizei zu der Kinderporno-Webseite. Beamte verfolgten die Aktivitäten dort und erstellten eine detaillierte Analyse. Dadurch stießen sie auf den Betreiber, ein Bewohner Portugals, der mit der Webseite Geld machte. Einnahmen erhielt er dadurch, dass man die kinderpornografischen Inhalte nach Bezahlung werbefrei anschauen konnte. Dafür akzeptierte er Kryptowährung. Ansonsten wurden Anzeigen zwischen den Inhalten geschaltet, sodass er bei jedem Klick eine kleine Summe verdiente. Als die Nationalpolizei den Hauptsitz in Portugal geortet hatte, forderte sie die Hilfe von Europol an. Mithilfe weiterer Agenten der Zentraleinheit gegen Internetkriminalität wurde der Betreiber verhaftet. Der Provider, der die Website gehostet hatte, wurde abgeschaltet.

Weitere Untersuchungen führten auf einen Gruppenchat, indem Kunden der Seite anstößige Inhalte austauschten. Dadurch konnten weitere beteiligte Pädophile gefunden werden, die sich überwiegend in Spanien befanden. Sie kamen aus Barcelona, Girona, Sabadell, Cáceres, Albacete, Cádiz, Castellón, Madrid, Málaga, Murcia und Valencia. Im Laufe der Untersuchung stieß die Polizei außerdem auf zwei Kolumbianer. Diese Information leitete sie an Interpol weiter, damit die lokalen Behörden in Südamerika aktiv werden.

Einer der Pädophilen in Malaga war das aktivste Mitglied im Gruppenchat. Er hatte die größte Zahl von Inhalten geteilt, darunter 38 Videos von sexueller Gewalt gegen sehr junge Kinder. Einer der Minderjährigen, der in Barcelona verhaftet wurde, hatte 49 Videos und 9 Fotos von sehr jungen Mädchen mit dem Rest der Gruppe geteilt. Durch den Kontakt im Chat konnten sie erfolgreich Tipps austauschen, um rechtlichen Folgen aus dem Weg zu gehen und ihre Taten zu verschleiern. Die wahren Aktivitäten der Webseite waren hinter vielen “normalen” Inhalten und Codes versteckt. Die Polizei appelliert an Eltern, dass gerade die Online-Aktivitäten von Minderjährigen strenger überwacht werden sollten.

Quellenangaben

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