Neue Verkehrsregeln in Spanien

Neue Verkehrsregeln in Spanien

SPANIEN | Das Ziel der angepassten Verkehrsregeln ist eine Reduzierung der TodesfĂ€lle um 50 % in den nĂ€chsten 10 Jahren unter BerĂŒcksichtigung und Empfehlung der WHO. Das Paket wurde am Dienstag vom Ministerrat verabschiedet und beinhaltet verschiedene Bereiche, die maßgebenden Einfluss nehmen sollen. Die folgenden Regeln werden sich ab 2. Januar in Spanien Ă€ndern.

Änderung im Punktesystem

  • Wenn Sie mit dem Handy in der Hand ein Kraftfahrzeug bewegen, gibt es sechs Punkte und nicht mehr drei, dass Bußgeld bleibt bei 200 Euro.
  • Wenn Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wie das Tragen des Sicherheitsgurtes oder des Fahrradhelms, oder es zu einer unsachgemĂ€ĂŸen Verwendung kommt, wie zum Beispiel ein aufgesetzter Helm ohne verschlossenen Kinnriemen, wird das mit vier Punkten bestraft und nicht mehr mit drei.
  • RadarerkennungsgerĂ€te, die in einem Fahrzeug mitgefĂŒhrt werden und/oder installiert sind, zĂ€hlen als Straftat und werden mit 500 Euro und drei Punkten bestraft.
  • Fahrzeuge dĂŒrfen auf Straßen außer- und innerorts beim Überholen nicht mehr als 20 km/h schneller sein, als das zu ĂŒberholende Fahrzeug.
  • Mit Auffrischungskursen, die von der DGT zertifiziert sind, kann das Punktekonto abgebaut werden.
  • Der Einsatz von Headsets oder Ă€hnlichen GerĂ€ten, die zur Kommunikation dienen, ist wĂ€hrend einer FahrprĂŒfung weiterhin nicht erlaubt. Bei Zuwiderhandlung drohen 500 Euro Bußgeld und sechs Monate Sperre fĂŒr eine erneute Zulassung zur PrĂŒfung.
  • Unternehmen im Bereich des Personen- und GĂŒterverkehrs werden online nachsehen können, ob ein Fahrer einen gĂŒltigen FĂŒhrerschein hat oder nicht. Die Kennzeichnung findet in den Farben rot (keine Erlaubnis) und grĂŒn (Erlaubnis vorhanden) statt.

Geschwindigkeits-Anpassungen

  • Auf Straßen mit nur einer Fahrbahn und einem BĂŒrgersteig darf nicht schneller als 20 km/h gefahren werden.
  • Bei Straßen mit nur einer Fahrbahn ist die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. (Bergstraßen, Nebenstraßen etc.)
  • Anpassungen fĂŒr elektrische Fahrzeuge/Roller/RollstĂŒhle.
  • Fahrzeuge/TransportgerĂ€te, die fĂŒr nur eine Person konzipiert sind und von Elektromotoren angetrieben werden, wie Roller und Skateboards, die zwischen 6 und 25 km/h fahren, mĂŒssen abgeriegelt werden. RollstĂŒhle sind davon ausgeschlossen.
  • Es gilt ein Fahrverbot dieser Transportmittel auf Gehwegen, in FußgĂ€ngerzonen, auf Überlandstraßen, an Autobahnkreuzungen und Autobahnen sowie in Tunneln mit Schnellstraßen.
  • Rollerfahrer mĂŒssen sich an die gleichen geltenden Verkehrsregeln halten wie alle anderen FahrzeugfĂŒhrer. Musikhören wĂ€hrend der Fahrt ist verboten und ebenso gilt die Promillegrenze wie fĂŒr andere Verkehrsteilnehmer.
  • Die Transportmittel mĂŒssen alle zwei Jahre zur Inspektion und der Fahrer muss einen Nachweis darĂŒber erbringen, dass alle technischen Voraussetzungen gegeben sind.

FĂŒhrerschein/Fahrerlaubnis

  • Das Mindestalter zum FĂŒhren eines LKW wird von 21 auf 18 Jahre reduziert ­nach bestandener CAP PrĂŒfung.
  • Das Mindestalter zum FĂŒhren von Reisebussen wird auf 18 Jahre gesenkt, jedoch nur ohne FahrgĂ€ste und in einem Radius von 50 km. Der Personentransport darf erst ab 21 Jahren und nach bestandener CAP PrĂŒfung durchgefĂŒhrt werden.
  • Transporter, die mit einer B-Lizenz gefĂŒhrt werden, dĂŒrfen fĂŒr den Inlandstransport bis 3.500 kg beladen werden. Mithilfe einer Bescheinigung der Notwendigkeit kann eine Erhöhung der Nutzlast bis auf 4.250 kg erweitert werden.
  • Es wird die Möglichkeit fĂŒr eine Fahrerlaubnis zum FĂŒhren von LKW und Bussen geben, fĂŒr Personen mit Prothesen jedoch nur unter der Voraussetzung, dass medizinische Gutachten vorliegen und EinzelprĂŒfungen durchgefĂŒhrt worden sind. Dies wurde aufgrund der enormen Fortschritte im Bereich der Prothesenherstellung möglich.

Quellenangaben

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