Die CC beschuldigt die Kanarische Regierung

Die CC beschuldigt die Kanarische Regierung

Der Generalsekträter der CC (Coalición Canarias), José Miguel Barrabán.

KANAREN | Der Generalsekretär der CC (Coalición Canarias), José Miguel Barrabán, verurteilt die zurzeit herrschenden Umstände auf den Kanaren hinsichtlich der Flüchtlingssituation. Er äußerte sich so: „Die Entscheidung von Madrid und die leeren Versprechungen von der Kanarischen Regierungsführung zeigen offensichtlich die Intensionen, dass die Kanarischen Inseln als Gefängnis für Flüchtlinge fungieren sollen.“. Die spanische Regierung hat bis jetzt keine Lösung dafür geliefert, ankommende Flüchtlinge auf das Festland zu transferieren. Barrabán sagte dazu „Madrid will es wie der Rest von Europa machen, die äußersten Grenzzonen sollen als Auffangbecken dienen und werden mit den daraus entstehenden Problemen sich selbst überlassen.“

Er stellt im gleichen Atemzug auch den Kanarischen Präsidenten, Ángel Víctor Torres und die Ministerin für die öffentliche Verwaltung, Carolina Darias an den Pranger und beschuldigt beide, keine Lösungen zu finden. Im Gegenteil, sie fügen sich den Anweisungen der spanischen Regierung und hätten Angst, sich für eine Regelung der Flüchtlingssituation stark zu machen. Barrabán fordert von allen Regierungsstellen weniger Besuche auf den betroffenen Inseln zu tätigen und mehr Lösungen zu präsentieren. Er ergänze seine Aussage mit den Worten „Der Kanarische Präsident hatte eine weitere Ministerposition angekündigt, die sich im Wesentlichen auf die Flüchtlingssituation konzentrieren sollen und dies ist bis heute noch nicht umgesetzt worden. Wie sollen wir weiterhin auf sein Wort vertrauen können, wenn er nicht einmal eine neue kanarische Regierungsposition in die Wege leiten kann.“.

Innerhalb einer Woche haben die Kanaren 1.533 Flüchtlinge aufgenommen, was im Durchschnitt 219 Menschen pro Tag entspricht. Im Rückblick auf das ganze Jahr 2020 sind bereits 31.678 Personen auf den Inseln angekommen. Am stärksten betroffen ist weiterhin Gran Canaria. Alleine am Sonntagmorgen warteten dort 600 Menschen, um die Registrierung durchlaufen zu können. Diese Anzahl an Flüchtlingen stellt nicht nur eine logistische Herausforderung dar, sondern auch eine personelle und humanitäre. Aus verschiedenen politischen Sektoren kommt die Forderung, dass der Zustrom bereits bei der Abreise in Afrika verhindert werden muss, um die Leben der Flüchtlinge zu gewährleisten und gleichzeitig den Zustrom zu unterbinden oder wenigstens zu verringern. Wenn die täglichen Zahlen so bleiben wie bisher wird das Jahr 2020 in die Geschichte der Kanaren und auch Spaniens eingehen, mit der stärksten Zuwanderung an Flüchtlingen.

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