Sonder-Reisebestimmungen jetzt von der EU gefordert

Sonder-Reisebestimmungen jetzt von der EU gefordert

Der Druck auf den spanischen PrÀsidenten Pedro Sånchez und seine Exekutive ist enorm.

SPANIEN – KANAREN | Wer hĂ€tte so eine Forderung der EuropĂ€ischen Union hinsichtlich der Reisebestimmungen erwartet. Die EuropĂ€ische Union und die europĂ€ische Flugsicherheitsbehörde, haben diesen Mittwoch gefordert, dass Reisenden zwischen den Mitgliedstaaten weder Tests noch QuarantĂ€ne auferlegt werden. Diese Forderung unterstĂŒtzt die Kanarischen Inseln im eigenen Vorhaben enorm. Experten der EuropĂ€ischen Union vertreten die Argumentation, dass der prozentuale Anteil von Neuinfizierungen von Touristen so gering ist, dass die jetzigen Auflagen in keiner Weise gerechtfertigt sind. Die Ansteckungsgefahr sei unter den lokalen BĂŒrgern vor Ort grĂ¶ĂŸer, in Regionen, in denen bereits AusbrĂŒche festgestellt sind oder enge Kontakte zu Infizierten bestehen .

Argumente der EuropÀischen Union

UrlaubslĂ€nder, darunter auch die Kanaren, sind in jedem Fall dazu verpflichtet, die aktuellen epidemiologischen Daten zu erfassen und weiterzuleiten. Die Kanaren sind in dieser Hinsicht sehr gut vertreten und kĂ€mpfen schon seit Monaten fĂŒr den Reaktivierungsplan des Tourismus. Die Gesundheitskommissarin der EuropĂ€ischen Union Stella Kyriakides, betonte bei der Pressekonferenz, nach der Telefonkonferenz mit allen 27 Mitgliedstaaten, dass die Verantwortung bezĂŒglich der EindĂ€mmung nicht auf der Reise liegt. Sie liegt im Ursprungs- und Bestimmungsland. Es sei effektiver den Reisenden an beiden Reisepunkten Informationen zu den lokalen und aktuellen Bestimmungen und Situationen zu liefern, anstatt Ihnen die Reise zu erschweren. Die Reisenden mĂŒssen ganz spezifisch darauf hingewiesen werden, was sie am Bestimmungsort erwartet und was auf Sie bei der Heimreise zukommt.

Die Gesundheitskommissarin der EuropÀischen Union Stella Kyriakides, fordert Reisebestimmungen / Quelle: EuropaPress
Die Gesundheitskommissarin der EuropÀischen Union Stella Kyriakides, fordert Reisebestimmungen / Quelle: EuropaPress

UnterstĂŒtzung fĂŒr die Kanaren in Bezug auf Reisebestimmungen

Die Situation auf den Kanaren steht zum jetzigen Zeitpunkt an einem Schwellenpunkt, der gewaltige Auswirkungen annehmen kann. In Anbetracht dieser Lage kommt die Forderung der EuropÀischen Union, wie eine Kavallerie auf dem politischen Schlachtfeld.

Die VerbÀnde FEHT (Federación de Empresarios de Hostelería y Turismo) ,  und FTL (Federación de Turismo Lanzarote)  sowie unzÀhlige private Unternehmensvertreter aus dem Tourismussektor und Ashotel , fordern von der spanischen Regierung, dass immerhin die Antigen-Tests akzeptiert werden.

Nach den leeren Versprechungen, die gegenĂŒber der Kanarischen Regierung gemacht worden sind und der katastrophalen Haltung der spanischen Regierung beim internationalen Tourismus-Treffen am Montag , besteht kein Vertrauen mehr in die spanische Regierung in dieser Hinsicht.

Die Kanarische Ministerin fĂŒr Tourismus, Yaiza Castilla, kĂ€mpft seit Monaten in Zusammenarbeit mit dem KanarenprĂ€sident Ángel VĂ­ctor Torres sowie den großen Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften, damit die spanische Regierung endlich einlenkt und akzeptiert, dass die alleinige Akzeptanz der PCR-Tests ein Genickschlag ist und das RĂŒckgrat des spanischen Tourismus endgĂŒltig zerstört.

Wichtige Stellen setzen sich fĂŒr die Reisebestimmungen ein

Selbst die Empfehlung der EuropĂ€ischen Union, am 20. November die Antigen-Tests zu akzeptieren, wurde regelrecht von der spanischen Regierung ignoriert und eine Stellungnahme blieb diesbezĂŒglich aus. Ebenfalls eingeschritten ist nun auch die Handelskammer von Santa Cruz und ihr PrĂ€sident, Santiago SesĂ©, fordert eine Akzeptanz der Antigen-Tests fĂŒr die Reisebestimmungen der Urlauber. „Die Auswirkungen auf die Arbeitgeber aufgrund der fehlenden Urlauber fĂŒhren, verursacht durch die zu teuren und zu aufwendigen PCR-Tests, zu KĂŒndigungen von Arbeitnehmern und resultieren in einer noch stĂ€rkeren, wirtschaftlichen Katastrophe“, so SesĂ©.

Assembly7islas, das zum kanarischen Gesundheitsdienst gehört, fordert ebenfalls eine schnelle Lösung von der spanischen Regierung. Sie machten den Vorschlag, einen doppelten Antigen-Test einzufĂŒhren. Der erste soll im Ursprungsland durchgefĂŒhrt werden und der zweite am Bestimmungsort. Die Kosten seien um 60 Prozent geringer, als bei einem PCR-Test und die Regierung hĂ€tte eine doppelte Absicherung.

Wenn die spanische Regierung in den nĂ€chsten Tagen, unter dem gewaltigen Forderungsdruck von so vielen und essenziellen Stellen, nicht endlich einlenkt, drohen gewaltige Auswirkungen, die zurzeit niemand benötigt und fĂŒr die die Regierung nicht gewappnet ist.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sÀmtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit Àndern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um MissverstÀndnissen vorzubeugen.

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