Gesetzeslage zur Schulpflicht in Spanien

Gesetzeslage zur Schulpflicht in Spanien

Demonstranten bei einem Protest in Madrid. / Archiv

SPANIEN | Die Generalstaatsanwaltschaft äußerte sich diesen Donnerstag zum Gesetz der Schulpflicht. Es sei nachvollziehbar, dass es viele Eltern gibt, die ihre Kinder nicht in die Schule gehen lassen wollen, obwohl eine Schulpflicht besteht. Die spanische sowie die lokalen Regierungen werden in solchen Fällen keinerlei Sanktionen verhängen. Die Mehrheit der Eltern ist sich aber der Verantwortung in Bezug auf die Bildung und Förderung der eigenen Kinder durch die Schule bewusst und schickt diese in die Schule. Es gibt aber auch eine geringe Anzahl von Fällen, die eine Abwesenheit in der Schule rechtfertigen. Wenn ein schulpflichtiges Kind in einem Haushalt lebt, der pflegebedürftige oder gesundheitlich angeschlagen Personen beinhaltet, rechtfertigt dieser besondere Umstand ein Fernbleiben von der Schule. Das potenzielle Risiko einer Ansteckung gegenüber einer Person die der Risikogruppe angehört, sei zu groß.

Keine Schulpflicht aber Kontrollen

Wenn Eltern sich in einer solchen Situation befinden, müssen sie das der Schule und auch den zuständigen Behörden melden. Somit ist das Kind von der Schulpflicht befreit. Dieses wird von den zuständigen Behörden überprüft. In Fällen, in denen ein Familienmitglied einmal positiv getestet wurde, gibt es sogar eine kontinuierliche Überprüfung der Lage.

Bildungsministerin Isabel Celaá untermauerte die Aussagen der Generalstaatsanwaltschaft. „Jeder Fall muss im Einzelnen überprüft werden. Es gibt keine Rechtssprechung für so eine außerordentliche Situation. Diese wird es auch nie geben, weil solche Fälle nur objektiv und individuell zu beurteilen sind.“, sagte sie. Das Grundgesetz zur Pflicht der Bildung und Förderung eines Kindes sei durch diese außerordentliche, aktuelle Lage nicht generell aufgehoben. Die Eltern seien in solchen Fällen dazu verpflichtet, lösungsorientiert in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden zu handeln, um die Schulpflicht wahrzunehmen, ergänzte die Bildungsministerin zum Ende der Pressekonferenz.

Quellenangaben

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