Update: 20.05.2020 20:00 Uhr

Ministerpräsident Pedro Sánchez hat heute beim Kongress zum fünften Mal die Verlängerung des Alarmzustandes umgesetzt. Der Alarmzustand wurde bis zum 07.06.2020 verlängert. Im Kongress haben diesmal 177 mit Ja gestimmt, 162 mit Nein und 9 haben sich der Abstimmung enthalten.

 

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Samstag bekannt gegeben, dass er beim Kongress um die fünfte Verlängerung vom Alarmzustand bitten wird. Diese, sagte Sánchez, soll aber die Letzte sein.

Die fünfte Verlängerung soll einen weiteren Monat andauern und dazu führen, dass der Alarmzustand zusammen mit dem Deeskalationsprozess endet.

Die Abstimmung vom Kongress ist für heute angesetzt. “In der Debatte muss ein großer Konsens erreicht werden” sagte der Ministerpräsident. Der Alarmstatus habe bisher funktioniert und ist weiterhin notwendig.

 

“Der Virus hätte mehr als 300,000 Spaniern das Leben kosten können”

Beim Start der Pandemie vor zwei Monaten lag die tägliche Ansteckungsrate Spaniens bei 35% – also hatte im Grunde jede infizierte Person mehr als drei Leute angesteckt.

„Das nennen Experten die Reproduktionsrate. Sie ist inzwischen weniger als 1, sie ist bei 0,24%. Die Spanier haben Opfer gebracht, sind sozial diszipliniert, ihre Moral hat gesiegt”, sagte der Ministerpräsident bei der Verkündung.

Er fügte hinzu, dass Vorsicht und Vernunft die besten Mittel gegen den Coronavirus sind. Es sei gut, dass Spanien keine Herdenimmunität angestrebt hat. “Das ist für manche Länder nach hinten losgegangen und bringt nun Konsequenzen”, so Sánchez.

„Heute wissen wir: die Infektion hätte mehr als 30 Millionen Spanier treffen können, hätte mehr als 300,000 Leuten das Leben kosten können. Das Gesundheitssystem wäre zusammengebrochen und die Todesrate gestiegen.”

 

“Der einzige Weg die Wirtschaft wiederzubeleben ist die Pandemie zu besiegen.”

Zudem sprach der Ministerpräsident die wirtschaftlichen Folgen des Alarmzustandes an. Die Quarantäne bei Einreise sei vernünftig, da bei der Reaktivierung des Tourismus sehr vorsichtig vorgegangen werden müsse. Wenn es zu schnell geht müsste man wieder von vorne anfangen. Außerdem erhalte ein Großteil der Bevölkerung finanzielle Kompensation durch Programme wie ERTE. “Der einzige Weg die Wirtschaft wiederzubeleben”, betonte Sánchez, “ist die Pandemie zu besiegen.”

Quellenangaben

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Änderungen mit Vorbehalt.

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