Britische Quarantäne-Regelung

Britische Quarantäne-Regelung

Einen Ausfall britischer Urlauber können die Kanaren nicht verschmerzen.

Am Wochenende bestimmte die britische Regierung eine zweiwöchige Quarantäne für alle Rückkehrer aus dem Spanienurlaub. Ein Desaster für die spanischen Urlaubsgebiete. TUI reagierte sofort mit Flugstornierungen. Nur die Flüge zu den Kanaren werden derzeit noch aufrechterhalten. Währenddessen kämpft Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres zusammen mit der spanischen Ministerin für auswärtige Angelegenheiten und Tourismus, Arancha González Laya, und der Wirtschaftsministerin Reyes Maroto um Sonderregelungen für die Kanaren und die Balearen. Denn die dortige niedrige Infektionsrate rechtfertige einen solchen Schritt nicht. Das Ausbleiben der britischen Urlauber könnte dem Tourismus einen herben Rückschlag versetzen, der sogar einem Todesstoß gleichkommt. Dabei gehören die Kanarischen Inseln zu den Gebieten in Europa mit der geringsten Inzidenz von COVID-19. Mit nur 5,8 Fällen pro 100.000 Einwohner zählen zu den sichersten Urlaubszielen in diesem Sommer. Auch auf diplomatischer Ebene mit Großbritannien wird um eine Lösung gerungen. „Im Moment gibt es noch keine Ausnahmen für die Kanaren und die Balearen“, trübte der britische Botschafter in Spanien, Hugh Elliot, am Montag die Hoffnungen der Kanaren. Es sei zu kompliziert, auf die Lage in einzelnen Provinzen Rücksicht zu nehmen. Die Kanaren haben derzeit nur 5,8 Infizierte pro 100.000 Einwohner. Wesentlich weniger als in Großbritannien selbst, wo die Zahl bei 14,6 liegt.

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