Das neue Flüchtlingslager in Arguineguín

Das neue Flüchtlingslager in Arguineguín

Das neue Flüchtlingslager in Arguineguín auf Gran Canaria.

GRAN CANARIA | Erst nach einem kompletten Jahr, nachdem die neue Route für Flüchtlinge wieder befahren wurde, werden die versprochenen Bereiche genehmigt. Es macht den Anschein, dass die Flüchtlingskrise zuerst an die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten geraten musste, bis die spanische Regierung die Anträge absegnete. Das zuständige Militär auf den Kanaren hat am Mittwoch damit begonnen, im Barranco Seco auf Gran Canaria das Flüchtlingslager aufzubauen, wodurch der Hafen entlastet werden soll. Das Lager besteht aus Zelten, ist eingezäunt und bietet mit seinen ca. 200 Betten Platz für 800 Personen. Die Tatsache, dass nur 200 Betten vorhanden sind, begründet die Regierung mit der Aussage „Im Hafen haben auch nicht alle auf Betten geschlafen“. Der spanische Innenminister, Fernando Grande Marlaska sagte: „Dieses Lager soll in erster Linie als Registrierungsstelle für die ersten 72 Stundendienen“. Anschließend sollen die Flüchtlinge in eine alte Kaserne transportiert werden, vorausgesetzt die spanische Regierung steht nicht erneut vor Genehmigungsproblemen.

In Anbetracht des neuen Lagers und den aktuellen Zahlen, die sich auf ca. 2.000 Personen belaufen, will die Kanarische Regierung ebenfalls, dass 500 bis 800 Minderjährige, die ohne Begleitung eines Familienmitglieds sind, auf das Festland transferiert werden. Der jetzige Stand von Minderjährigen ohne Begleitung liegt bei 1.665 Kindern.

Auszüge vom neuem Flüchtlingslager in Arguineguín aus verschiedenen Perspektiven.

Quellenangaben

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