Die Kanaren können nicht mehr aufnehmen

Die Kanaren können nicht mehr aufnehmen

Ankunft der Salvamento Marítimo mit Flüchtlingen am Donnerstag.

KANAREN | Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres, forderte am Donnerstag von Europa eine erweiterte Solidarität und mehr Reaktionen hinsichtlich der aktuellen Flüchtlingssituation. „Die Kanaren können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen, die Spanien erreichen. Wir sind an einer Grenze angelangt wo Hilfe von der EU, keine Frage mehr ist, sondern eine Notwendigkeit“, so Torres.

Im Interview mit Ángel Barceló von „Hoy por Hoy“, bezog sich der Kanarische Präsident auf den Europäischen Fonds, der ein Kapital von rund 750 Milliarden Euro für den Wiederaufbau beinhaltet. Er kritisierte, dass bei der Eröffnung von diesem Fonds die Aspekte der illegalen und legalen Einwanderung, die eine globale Herausforderung ist, nicht berücksichtigt wurden und somit Europa auch in diesem Aspekt als Einheit agieren lässt. „Es kann nicht sein das die Einwanderung nur in den Grenzgebieten stattfindet, wie auf den Kanarischen Inseln. Die Kanaren gehören zu Europa wie Brüssel oder Paris. Die Kanaren jedoch haben eine enorm kleinere Kapazität und Infrastruktur als die meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten.“, ergänzte Torres.

141 Einwanderer an einem Tag

Hinsichtlich der aktuellen Flüchtlingssituation auf den Kanaren, sind am Donnerstagvormittag, 141 Flüchtlinge angekommen und stoßen zu den 173 Flüchtlingen vom Mittwoch auf Gran Canaria dazu. Die 141 Personen vom Donnerstag sind verteilt gewesen auf sechs Boote. Einige der Boote haben es aus eigener Kraft an die Küste von Gran Canaria beim Playa de Íngles geschafft und andere wurden von der Salvamento Marítimo aufgenommen. Unter den Flüchtlingen waren einige Frauen mit Kindern und Babys. Somit kommen innerhalb von 48 Stunden 314 Flüchtlinge auf Gran Canaria an, die versorgt werden, medizinische Hilfe benötigen und am Ende auch einen Platz zum Schlafen benötigen.

Quellenangaben

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