Kein Asyl für 31 Flüchtlinge

Kein Asyl für 31 Flüchtlinge

Flüchtlings-Auffangstation in Arrecife direkt am Hafen.

TENERIFFA | Die Flüchtlingssituation auf den Kanaren nimmt zurzeit immer mehr zu. Richterin María de los Ángeles Lorenzo-Cáceres vom Gericht in Santa Cruz hat am vergangenen Freitag die Asylgesuche von 31 Flüchtlingen, die aus Mali kommen, abgelehnt. Die Flüchtlinge haben aufgrund dieser Entscheidung keinen Zugang zu dem CIE (Centro de Internamiento de Extranjeros) und werden dementsprechend nicht mit Unterstützung rechnen können. Der oberste kanarische Gerichtshof bestätigte die Entscheidung und äußerte, dass die Richterin jeden Flüchtling angehört hat und die Möglichkeit eingeräumt hat, das Asylgesuch zu begründen.

Es ist das erste Mal, dass auf den Kanarischen Inseln der luxemburgische Urteilsspruch übernommen wurde und ein Gericht bei der Ablehnung von Asylbescheiden darauf bezog. Die Begründung sei, dass Mali ein akutes Kriegsgebiet sei und in diesen 31 Fällen sogenannte Fahnenflüchtlinge schwer zu definieren seien, wenn keine genaue Herkunft vorgelegt werden kann. Die Erläuterungen und Begründungen der 31 Flüchtlinge waren demzufolge nicht nachvollziehbar für die Richterin. Was nun mit den Flüchtlingen aus Mali geschieht, wird noch entschieden.

Quellenangaben

JETZT DIESEN BEITRAG MIT FREUNDEN TEILEN