Kein Konsens beim Thema Antigen-Tests

Kein Konsens beim Thema Antigen-Tests

KanarenprÀsident Ángel Víctor Torres bei der Pressekonferenz.

SPANIEN & KANAREN | Die GesprĂ€che zwischen der spanischen Regierung, Vertretern verschiedener Gewerkschaften aus dem Tourismussektor und der EuropĂ€ischen Union, sind in der Frage von Antigen-Tests fĂŒr Einreisende zu keinem Konsens gekommen. Wie wir bereits am 15. November berichtet haben, wird Spanien bei Einreisenden dementsprechend nur den PCR-Test-Nachweis akzeptieren .

In Anbetracht der aktuellen Lage auf dem Festland ist das nachvollziehbar. Das spanische Gesundheitsministerium hat sich jedoch dazu bereit erklĂ€rt, dass in Apotheken Antigen-Tests durchgefĂŒhrt werden können , um das aktuelle Aufkommen effizient abzuarbeiten. Dies ist zurzeit jedoch nur eine Testphase in Spanien und noch nicht in allen Regionen umgesetzt.

Der Kanarische PrĂ€sident Ángel VĂ­ctor Torres Ă€ußerte sich gestern am spĂ€ten Nachmittag dazu. „Es bestĂŒrzt uns, dass die spanische Regierung bis jetzt keinen Konsens mit allen Beteiligten Instanzen gefunden hat, die Antigen-Tests fĂŒr ganz Spanien anzuerkennen. Wir haben in den letzten zwei Wochen gezeigt, dass es funktioniert und zuverlĂ€ssig ist. Ich war persönlich jeden Tag in GesprĂ€chen mit dem spanischen Gesundheitsminister Salvador Illa, um aufzuzeigen, dass die Antigen-Test-Methode effiziente Ergebnisse liefert und sich somit eine Sicherheitsvoraussetzung ergibt.“, so Torres. Der Kanarische PrĂ€sident ist nun gezwungen die Statuten mit seiner Regierung anzupassen, damit die Antigen-Tests fĂŒr Einreisende auf den Kanaren weiterhin bestehen bleiben. Die GesprĂ€che finden bereits an diesem Wochenende statt und sollen schnellstmöglich im BOC veröffentlicht und rechtskrĂ€ftig werden.

Antigen-Tests fĂŒr die Kanaren

Die autonomen Gemeinschaften besitzen durch die eigenen Statuten die Möglichkeit, Verordnungen umzusetzen die lediglich an die spanischen Statuten angelehnt sind. Nach § 1 – Artikel 9 im spanischen Gesetz zur BekĂ€mpfung und EindĂ€mmung gegen COVID-19, hat die spanische Regierung den autonomen Gemeinschaften diese Möglichkeit eingerĂ€umt, unter BerĂŒcksichtigung der lokalen Gegebenheiten. Vereinfacht bedeutet der Gesetzestext, dass wenn die Zahlen und die Entwicklung es erlauben, Spanien Anpassungen in den lokalen Statuten befĂŒrworten und unterstĂŒtzen wird. Torres erklĂ€rte das Vorgehen persönlich bei der Pressekonferenz mit dem CEO von TUI Sebastian Ebel.

Die Regierung der Kanaren hat das bereits am 14. November getan und wird dies weiterhin mit allen zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln umsetzen. „Wir werden alles unternehmen, damit der Reaktivierungsplan fĂŒr die Kanaren nicht umsonst ist.“, so Torres. Die aktuellen Zahlen fĂŒr die Kanarischen Inseln , mit einer akkumulierten Inzidenz in den letzten sieben Tagen von 37,52, untermauern das Vorgehen ebenfalls. (Stand 20.11.2020)

Die kanarische Regierung wird sich dieses Wochenende der aktuellen Situation annehmen und eine Lösung suchen, um die hiesigen Statuten dem spanischen Dekret rechtskrĂ€ftig anzupassen. Solange Spanien keinen Konsens findet und keine klaren Aussagen treffen kann, werden sich Torres und seine Exekutive darauf einstellen, dass der Reaktivierungsplan der Kanaren weitergefĂŒhrt werden kann. Es sind in dieser Hinsicht auch Vorkehrungen an den FlughĂ€fen, mit speziell eingerichteten Bereichen, getroffen worden.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sÀmtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit Àndern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um MissverstÀndnissen vorzubeugen.

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