Offizielle Testpflicht und die Voraussetzungen

Offizielle Testpflicht und die Voraussetzungen

Der Kanarische Präsident, Ángel Víctor Torres und die Tourismusministerin, Yaiza Castilla.

KANAREN | Der Donnerstag war ein mit Spannung erwarteter Tag in dieser Woche. Aus gutem Grund, immerhin war die Testpflicht für einreisende bereits seit Wochen ein Top-Thema. Immer wieder wurden neue Entwürfe durch Entscheidungen der spanischen Regierung oder der Europäischen Union, abgelehnt, wodurch neue Vorschläge erarbeitet werden mussten. Am gestrigen Tag hat dann der EZB-Rat den Gesetzesentwurf verabschiedet. Noch vor drei Tagen wurde der neueste Gesetzesentwurf zur Testpflicht für Touristen, von der Kanarischen Ministerin Yaiza Castilla vorgestellt und angekündigt. Jetzt wird das Gesetz demnächst im BOC veröffentlicht und zehn Tage nach Veröffentlichung, tritt es in Kraft. Das Gesetz wurde nun im Rahmen der Gegebenheiten der kanarischen Regierung angewandt und umgesetzt. Einheimische (alle die bei der Behörde registriert sind) müssen lediglich eine Erklärung und Bestätigung abgeben, dass sie in den letzten 15 Tagen den Archipel nicht verlassen haben.

Testpflicht für Touristen

Der Test muss max. 72 Stunden vor Ankunft am Bestimmungsort oder der Unterkunft, unabhängig, ob es ein Hotel, Appartment oder ein Ferienhaus ist, durchgeführt worden sein. Die Touristen müssen die Corona-Radar-App herunterladen und verwenden. Ebenfalls ist es verpflichtend diese App 15 Tage nachdem Aufenthalt, weiterzuverwenden damit eine europäische Nachverfolgung möglich ist im Falle einer Infektion. Diese Regelung gilt für alle nationalen und internationalen Touristen. Das Gesetz und das dazugehörige Protokoll beinhaltet auch sämtliche Individualitäten. So ist zum Beispiel geregelt, wenn jemand anreist ohne gültigen Nachweis und an dem Tag kein Labor einen Test auswerten kann, dass der Tourist, solange im Zimmer bleiben muss, bis der Test ausgewertet ist. Alle Unterkunftseinrichtungen müssen die Touristen darüber informieren, dass diese Regelung angewandt und umgesetzt wird. Darüber hinaus müssen Touristen darüber informiert werden, wo sie sich testen lassen können. Jeder Urlauber muss bestätigen, dass er diese Informationen bekommen und zur Kenntnis genommen hat. In den meisten Situationen wird in solchen Fällen an das öffentliche Gesundheitssystem verwiesen, weil dies eine weltweite Versicherungsdeckung hat. Die Kosten für den Test müssen aus eigener Tasche bezahlt werden, weil dazu kein Konsens mit der Europäischen Union gefunden wurde. Es steht aber allen Reiseveranstalter frei, diese Kosten zu übernehmen, zum Beispiel in einem Paketangebot. Die Unterkünfte sind verpflichtet, eine genaue Dokumentation zu führen in einem Fall von einer Infektion und diese an das SCS (Servicio Canario de Salud) weiterzuleiten.

Der Kanarische Präsident Ángel Víctor Torres und die Kanarische Ministerin für Tourismus, Yaiza Castilla, sind sich bewusst, dass diese Regelung nicht die optimale Lösung ist. Zurzeit sind jedoch keine weiteren Optionen möglich, durch die fehlende politische Unterstützung von Spanien und der Uneinigkeit der Europäischen Union. „Durch diese Maßnahmen können wir das an Sicherheit bieten, was uns im gesetzlichen Rahmen möglich ist und daher appellieren wir an jeden, der auf die Kanaren kommt, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und hinsichtlich des Tests Verständnis zu haben und mit uns gemeinsam zusammen zuarbeiten, um den Touristen einen schönen Urlaub zu gewährleisten.“, so Castilla während der Pressekonferenz.

Quellenangaben

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