Strafverfahren wegen gefälschtem Corona-Attest

Strafverfahren wegen gefälschtem Corona-Attest

Masken Kontrollen an der Strandpromenade in Gran Canaria.

LAS PALMAS | Die Nationalpolizei hat am vergangenen Samstag während der Kontrolle der Corona-Maßnahmen eine junge Frau an der Strandpromenade von Las Alcaravaneras festgenommen. Die Polizei setzt schon seit einiger Zeit Drohnen ein, um einen größeren Bereich kontrollieren zu können. Eine der Drohnen hatte die 26-jährige Frau gemeinsam mit ihrer Minderjährigen Tochter entdeckt, weil beide keine Maske trugen. Als daraufhin eine der Polizeistreifen die junge Frau ansprach, nahm sie eine Maske aus der Tasche und legte diese ihrem Kind an. „Ich muss die scheiß Maske nicht tragen, weil ich Atemprobleme habe und ein dazugehöriges Attest“, sagte die junge Frau gegenüber den Polizisten.

Die Polizei stellte bei genauerer Betrachtung fest, dass die Unterschrift des Arztes und der Stempel, wie aufgedruckt wirkten. Die Polizei nahm deshalb die Personalien der jungen Frau auf und machte ein Foto vom Attest. Nach eingehender Prüfung und Rücksprache mit dem Arzt stellte sich heraus, dass das Dokument gefälscht war. Die junge Frau muss sich nun nicht nur wegen Fehlverhalten in Bezug auf die Maskenpflicht verantworten, sondern auch wegen Dokumentenfälschung in einem schwerwiegenden Fall. Die Nationalpolizei erläutert nochmals, dass eine Fälschung eines offiziellen amtlichen Dokumentes, dass zur Irreführung von Staatsbeamten dient, als schwerwiegendes Delikt gilt und dafür bis zu drei Jahren Haft verhängt werden können.

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