Umleitung der Flüchtlinge nach Spanien

Umleitung der Flüchtlinge nach Spanien

Flüchtlingsboot in Gran Canaria am Hafen. / Archiv

KANAREN | In der letzten Parlamentssitzung der Kanaren waren sich alle einig, dass die Flüchtlingssituation ausgelagert werden muss. Die Flüchtlinge, die zurzeit auf den Kanaren ankommen, leben aufgrund der aktuellen Corona-Situation auf den Inseln wie in einem Gefängnis und kommen nicht weiter. Viele der Flüchtlinge haben nicht einmal das Ziel oder die Absicht, sich auf den Kanaren niederzulassen, werden aber im Moment dazu gezwungen.

Dieses Jahr seien bereits 5.121 Flüchtlinge auf den Kanaren aufgenommen worden, sechsmal mehr als im Jahr zuvor im gleichen Zeitraum. Die Flüchtlinge sind sich auch bewusst, dass mehrere Gruppen auf den Inseln die Flüchtlinge nicht aufnehmen möchten und es bevorzugen, sie ihrem Schicksal zu überlassen. Die Realität ist aber, dass die Mehrheit der ankommenden Flüchtlinge weiter ziehen möchten. Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes berichtet, „Die Flüchtlinge sind sehr dankbar für die Rettung und die Unterstützung von den Menschen die helfen. Die meisten von ihnen möchten jedoch nicht auf den Kanaren bleiben. “

Das kanarische Parlament fordert aus diesem Grund eine Umleitung der Flüchtlinge auf das Festland, einerseits, damit sie den eigen Weg fortsetzen können und andererseits, um die Kanaren zu entlasten. Dazu wird ein Plan in Zusammenarbeit mit der spanischen Regierung gefordert, um eine Integration auf den Kanaren und auf dem Festland mit besseren sozialen und gesundheitlichen Voraussetzung zu gewährleisten. Des Weiteren wird die Kanarische Regierung mit den Behörden der afrikanischen Küstengebiete in Verhandlungen gehen: So sollen Vorkehrungen getroffen werden, um den örtlichen Menschenhandel zu unterbinden. Dazu soll ein gemeinsames Kontrollwesen aufgebaut werden. Eine engere Zusammenarbeit UN sei ebenfalls nicht ausgeschlossen.

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