Verwüstungsgefahr auf Gran Canaria

Verwüstungsgefahr auf Gran Canaria

Der Cocoon soll den Bäumen über die schwierige erste Phase hinweg helfen.

Auf Gran Canaria besteht ein 90-prozentiges Risiko der Verwüstung. In der gesamten Provinz, zu der auch die Inseln Fuerteventura und Lanzarote gehören, erhöht sich das Risiko sogar auf 97 Prozent. Der Klimawandel und menschliche Eingriffe in die Natur sorgen für den Verlust von Wäldern und Buschwerk und damit verbunden auch für Bodenerosion. Dem soll im Rahmen des internationalen Proyecto LIFE The Green Link entgegengewirkt werden.

 Das Ziel des Projekts ist es, einen grünen Gürtel zu schaffen. Gezielte Aufforstung ist das Gebot der Stunde, um die Natur zu stärken und Waldflächen zurückzugewinnen. Doch gerade durch die Trockenheit ist es gar nicht so einfach, die Setzlinge über die Phase der Anwurzelung hinaus zu bringen. Gerade einmal 15 Prozent der frisch gepflanzten Bäume überlebten die letzte Aufforstungsaktion auf Gran Canaria. Sie fand 2009 statt und bestand aus der Pflanzung von 4.409 Bäumen.

 Auf der inseleigenen Versuchsfinca Tifaracás soll jetzt ein neues Pilotprojekt gestartet werden. Getestet wird der sogenannte Cocoon. Mit dieser Pflanzhilfe werden die Setzlinge kontinuierlich und sanft bewässert. Besonders gut eignet sich dafür die Wilde Olive (Acebuche). Durch einen Cocoon konnte die Überlebenschance von 19 auf 76 Prozent erhöht werden. Wurden nach sechs Monaten noch einmal nachgefüllt sogar auf fast 90 Prozent. Auch die kanarische Pinie spricht gut auf diese Methode an. Rund 85 Setzlinge von ihr wurzelten an und wuchsen weiter.

Quellenangaben