40 Erdbeben in Granada

40 Erdbeben in Granada

Um die 40 Erdbeben wurden in der Granada-Region verzeichnet.

GRANADA 🇪🇸 | In der Nacht zu Mittwoch sind innerhalb von nur zwei Stunden über 20 Erdbeben durch Granada gerüttelt. Am Ende der Bilanz standen dann sogar rund 40 Beben. Drei davon überstiegen Stärkegrad vier auf der Richterskala. Dadurch sind sie nur knapp in der Kategorie der leichten Beben geblieben. Laut der Regionalregierung Andalusiens ist Granada in die Vor-Notfall-Phase des Notfallplans für seismische Risiken übergegangen.

Ab 22:36 Uhr ging es los: Das zweite Epizentrum nach einem ersten, leichten Beben, befand sich in Santa Fe. Das Erdbeben erreichte nach den Messungen des National Geographic Institute eine Stärke von 4,3 auf der Richterskala. Möbel zitterten, Fundamente knackten. Nur acht Minuten später passierte es erneut, das dritte, 4,5 Grad starke Erdbeben mit Cúllar Vega als Epizentrum kam. Und in den nächsten Stunden kamen noch fast 40 Beben dazu.

In der Bevölkerung gab es viel Angst: Die Ausgangssperre war eine Weile wie vergessen, aus Angst vor zusammenfallenden Häusern hatten sich die Bewohner Granadas in Parks und auf große Plätze begeben. Teilweise kamen sie in Schlafanzügen auf die Straße und schliefen in ihren Autos. Der Bürgermeister von Granada, Luis Salvador, hatte die Angst der Bewohner geteilt. Er bat sie trotzdem, ruhig zu bleiben. Auch Ministerpräsident Pedro Sánchez rief dazu auf, Ruhe zu bewahren.

Schäden in Wohngebieten von Granada - Spanien / Quelle: Europa Press
Schäden in Wohngebieten von Granada - Spanien / Quelle: Europa Press

Angesichts der Menschenmassen in der Hauptstadt, appellierten Polizei und Feuerwehr an die Bürger, dass sie zuhause sicherer seien. Durch die Beben könnten sich Elemente der Häuser ablösen und Personen verletzen, die unterwegs sind.

Die Reihe von Erdbeben zwischen 22:30 Uhr und Mitternacht verursachte aber im Endeffekt glücklicherweise keine großen Schäden, abgesehen von einem Riss in einer Straße und Schäden an Fassaden.

Erdbeben in mehreren Provinzen

Auf der Notrufnummer 112 gingen mehr als 300 Anrufe ein, die vor seismischen Bewegungen in den Provinzen Granada, Málaga und Jaén in Gemeinden wie Churriana, Cúllar Vega, Gójar, La Zubia, Villanueva Mesía, Santa Fe, Atarfe, Cijuela, Padul warnten. Nach Aussage des Notrufsystems gab es aber keine Personenschäden und nur kleine materielle Schäden. Dabei handelt es sich überwiegend um Risse in Häusern und das Ablösen von Zierelementen und Fassaden, vor allem in Granada, Atarfe und Santa Fe. Feuerwehrleute und Stadtplanungstechniker untersuchen inzwischen die Gebäudestrukturen, um mögliche Anomalien festzustellen.

Die Vor-Notfall-Phase des Notfallplans für seismische Risiken, die nun aktiv ist, umfasst eine instrumentelle Überwachung und Untersuchung der Erdstöße. Außerdem werden Informationsmaßnahmen für Behörden und Bevölkerung durchgeführt, damit diese für den Ernstfall bereit sind. Insgesamt wurden in der Region Granada seit Anfang Dezember schon knapp 300 kleine Beben verzeichnet.

Quellenangaben

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