Das Nachtleben überlebt nicht

Das Nachtleben überlebt nicht

Eine Mitarbeiterin in einem der wenigen Clubs in Madrid, der noch geöffnet hat.

SPANIEN | Der Tourismussektor im Allgemeinen hat stark gelitten in den letzten Monaten. Der darin enthaltene Sektor des Nachtlebens sogar sehr stark, wie die Zahlen zeigen. Die Schätzung des Berichts zeigt auf, dass seit März, bis voraussichtlich Dezember 84, 52 % Verlust zu verzeichnen sind. Das entspricht 12,6 Milliarden Euro in ganz Spanien. 88,7 % aller Restaurants, Bars oder Clubs sind geschlossen. Das Vertrauen der Betreiber in die Regierung ist am Tiefpunkt angelangt. 97, 5 % aller Unternehmer haben die Hoffnung auf Unterstützung aufgegeben. 69,29 % sind davon überzeugt, dass sie es nicht bis zum Jahresende durchhalten werden.

In Castilla y León sind sich sogar 100 % sicher, dass ihre Existenz zerstört ist. In Madrid haben 80,7 % diese Überzeugung und auf den Kanaren sind es 80,3 % der Betreiber. Der Pessimismus ist nachvollziehbar in Anbetracht der Fixkosten, die von den Betreibern zu tragen sind. Der Bericht zeigt auf, dass im Durchschnitt, unter Berücksichtigung von Personalkosten, Krediten und Mieten für die Räume für Bars und kleinere Clubs, zwischen 5.000 bis 7.500 Euro Fixkosten anfallen. Größere Clubs und Discotheken müssen zwischen 17.500 bis 25.000 Euro Fixkosten bezahlen können. Alleine die Miete für Bars liegt im Durchschnitt bei 5.800 Euro und bei kleinen Bars bei 2.400 Euro. Clubs und Diskotheken müssen mit mindestens 9.600 Euro rechnen.

Die Spain of Nightlife Association fordert von der Regierung einen separaten Reaktivierungsplan für den Sektor. Es wird ein Plan gefordert, der eine Stabilität und ein Überleben gewährleistet, das nicht immer von der aktuellen Gesundheitssituation abhängig ist. Die Verlängerung der ERTE sei in keinem Aspekt ausreichend, um die Verluste, die Existenzen und die Arbeitsplätze zu sichern. Die Organisation will für nächste Woche ein Treffen  mit sämtlichen autonomen Gemeinschaften und der Regierungsvertretung einberufen, um einen gemeinsamen Reaktivierungsplan zu erarbeiten, der auch zeitnah umgesetzt werden kann.

Quellenangaben

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