Flüchtlingskrise – Erneute gravierende Fehler

Flüchtlingskrise – Erneute gravierende Fehler

Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska bei einer Pressekonferenz. / Archiv

SPANIEN 🇪🇸 | Fernando Grande-Marlaska, der spanische Innenminister, scheint die Organisation der Flüchtlingskrise auf den Kanaren und die damit verbundenen Transfers auf das Festland, nicht unter Kontrolle zu haben und begeht die nächsten gravierenden Fehler. Der Innenminister wurde in den vergangenen Wochen bereits zum Rücktritt aufgefordert  wegen Inkompetenz in seinem Amt.

Auf Anordnung des Innenministers wurde ein Transfer von Flüchtlingen nach Granada durchgeführt. Der Fehler lag darin, dass in Granada niemand etwas davon wusste. Der Vizepräsident von Andalusien Juan Martín sei informiert gewesen, dass Transfers nach Sevilla und Malaga stattfinden, von Granada jedoch war nie die Rede. Der Bürgermeister von Granada Luis Salvador kritisierte die Handlung vom Innenminister aufs Schärfste. „Wie kann es passieren, dass auf Anordnung des Ministers ein Flug nach Granada genehmigt wird, ohne dass die zuständigen Behörden Bescheid wissen. Hinzu kommt, dass die Flüchtlinge einfach am Flughafen abgesetzt und sich selbst überlassen wurden“, so Salvador.

Flüchtlinge reisen ohne PCR-Test

Die Migranten wurden vom Flughafenpersonal gleich bei Ihrer Ankunft gefragt, ob sie bereits einen PCR-Test gemacht hätten. Die Antwort der Flüchtlinge ist so paradox wie unglaublich. Sie lautete „Nein, wir hatten beim Abflug noch gefragt, ob wir denn die Tests nicht machen müssen, und uns wurde gesagt, dass sei nicht notwendig, da wir ja bei der Ankunft auf den Kanaren getestet wurden.“

Die Vorgehensweise, die in der Zuständigkeit des spanischen Innenministers Grande-Marlaska liegt, spiegelt einen offensichtlichen Kontrollverlust wider und ist in jeglicher Hinsicht verantwortungslos. Das Ziel der Transfers liegt darin, die Lage auf den Kanaren effektiv zu entlasten und nicht, die Flüchtlinge ohne jegliche Organisation umzulagern. Auf diese Weise besteht die Gefahr einer massiven Risikoerhöhung für die öffentliche Gesundheit. Der Bürgermeister wird dementsprechend auch eine Beschwerde bei der Regierung einreichen.

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