Gewalt gegen die Polizei

Gewalt gegen die Polizei

Ein lokaler Polizist nach einer Befragung auf dem Weg zu seinem Fahrzeug.

In der Nacht vom 27. auf den 28. August 2020 wurde die Polizei wegen Ruhestörung von einem Anwohner in die Avenida Antibióticos in León gerufen, der Partylärm gemeldet hatte. Die Nationalpolizei entsendete eine Patrouille, um für Ruhe zu sorgen. Als die Polizei an dem öffentlichen Platz ankam, stellten die Einsatzkräfte fest, dass nicht nur eine Ruhestörung vorliegt, sondern auch gegen Corona-Maßnahmen verstoßen wurde. Es wurde nicht auf Abstand geachtet, es wurden keine Masken getragen und es waren zu viele Personen auf der Party anwesend. Die Polizisten wollten aufgrund dieser Situation die Party auflösen, ohne eine Anzeige zu stellen. „Wir wollten den Leuten diesen Abend nicht vermiesen, aber es gibt Regeln und es ist unsere Verantwortung dafür zu sorgen, dass diese eingehalten werden. Es ist halt unser Job…“, so einer der Polizisten nach dem Einsatz gegenüber der Justizbehörde. Die Veranstalter der privaten Party wollten dies aber nicht akzeptieren. Sie fingen an, die Einsatzkräfte zu beleidigen und zu beschimpfen, so einer der Zeugen bei der Befragung durch einen örtlichen Richter. Als die Beamten dann mehrere Personenkontrollen durchführen wollten, um die Verantwortlichen zu identifizieren, geriet die Situation außer Kontrolle.

12 der Anwesenden griffen die Beamten an. Sie schlugen und traten auf sie ein, selbst dann noch, als die Polizisten am Boden lagen. Einer der Polizisten wurde bewusstlos getreten. Beide Beamten gaben nach dem Vorfall zu Protokoll, dass sie die Dienstwaffe nicht ziehen wollten. Die Nachbarschaft hatte das Geschehen beobachtet und den Notruf gewählt. Als die Verstärkung wenige Minuten später eintraf, ergriffen die Täter und alle anwesenden Personen die Flucht. Beide Beamten wurden mit einem Krankenwagen in das nahe gelegene Krankenhaus León eingeliefert. Laut ärztlichem Befund hatten beide Beamte schwere Verletzungen am Kopf und im Gesicht sowie schwere Blessuren am Oberkörper durch Tritte. Beide sind bis auf Weiteres arbeitsunfähig. Eine Fahndung nach den Tätern wurde eingeleitet.

Quellenangaben

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