Impfplan-Überspringer werden nicht bestraft

Impfplan-Überspringer werden nicht bestraft

Die neue Gesundheitsministerin Carolina Darias bei ihrer ersten Sitzung mit dem spanischen Gesundheitsrat.

SPANIEN 🇪🇸 | „Impf-Springer“, die sich abseits des Impfplans vorzeitig eine Impfdosis verschafft haben, müssen nicht mit Sanktionen rechnen. Das gab die neue Gesundheitsministerin Carolina Darias beim Treffen des spanischen Gesundheitsrats am Donnerstag bekannt. Bei diesem treffen sich Zentralregierung und autonome Gemeinschaften. Das war Darias erste Sitzung seit ihrer Amtsübernahme von Salvador Illa , der als Gesundheitsminister zurückgetreten ist.

Obwohl sie eine Sanktionierung für Personen ausschließt, die sich abseits des Impfplans frühzeitig impfen lassen, befürwortet sie die „soziale Ablehnung“ dieser Tat. Mehr als 700 Menschen haben sich nicht an den spanischen Impfplan gehalten. Dazu gehören auch Politiker und hochrangige Beamte, die sich unplanmäßig gegen das Coronavirus haben impfen lassen.

Ob diese trotzdem auch die zweite, wichtige Dosis des Impfstoffs bekommen, wurde beim Rat diskutiert. Die Entscheidung liege in den Händen der medizinischen Experten, so Darias.

Bekommen Impfplan-Springer die zweite Dosis?

Fernando Simón, der Direktor für Krisensituationen, ist für die Herausgabe der abschließenden, zweiten Dosis. Er erinnerte daran, dass die zweite Dosis innerhalb von 50 Tagen verabreicht werden muss, damit die Wirksamkeit des Impfstoffs nicht verloren geht. Nur so kann der Impfprozess nach dem Pfizer-Verfahren abgeschlossen werden.

Die autonomen Gemeinschaften dürfen diese Entscheidung unabhängig treffen. Einige haben bereits angegeben, dass sie den „Impf-Springern“, keine zweite Dosis verabreichen werden. Dazu gehören Castilla y León, die Gemeinschaft Valencia und auch die Kanarischen Inseln. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass die Springer die zweite Dosis erhalten, wenn sie dran sind. Andere Gemeinschaften, wie das Baskenland, haben ihnen bereits die zweite, abschließende Dosis zugesagt.

Die Gesundheitsministerin hielt daran fest, dass im zweiten Quartal des Jahres ein größeres Angebot an Impfstoffen verfügbar sein wird und sie im kommenden Sommer 70 Prozent der spanischen Bevölkerung geimpft haben will.

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