Am Donnerstag hat die Nationalpolizei Madrids einen Unterstützer des Islamischen Staates verhaftet. Er soll Geld aus mehreren europäischen und arabischen Ländern nach Syrien geschickt haben, um die Strukturen des IS und die Rückkehr von ausländischen Terroristen zu finanzieren.

Sogenannte “Foreign Terrorist Fighters” kommen nicht aus Kriegsgebieten. Sie sind meist europäische Staatsbürger, die nach Syrien reisen, um dort für den IS zu kämpfen. Der Islamische Staat sammelt Spenden, um die Sympathisanten zurück nach Europa zu schicken, wo sie dann Anschläge durchführen sollen.

 

Die anonyme Hawala-Methode

Der am Donnerstag Angeklagte ist jung aber kannte sich mit dem Geldsenden nach der Hawala-Methode gut aus. Die Geldsendungen an den Islamischen Staat werden über verschiedene Kanäle gemacht, überwiegend aber über das traditionelle Hawala-Finanzsystem. Damit kann Bargeld anonym verschickt werden ohne, dass der Transfer von Behörden überwacht wird. Es gibt ein Netzwerk aus Vermittlern weltweit. Sie schicken das Schwarzgeld auf Kommission in das jeweilige Land. Der Vermittler schickt dabei das Geld an einen Bekannten vor Ort, welcher es dann zum Empfänger bringt. Dieser muss sich mit einem Code identifizieren, den er vom ursprünglichen Sender bekommen hat. Es kann eine Zahl oder ein Wort sein. Somit ist es fast unmöglich den Geldfluss nachzuverfolgen.

 

Die internationale Finanzierung der Terroristen

Im vergangenen Jahr wurden in Spanien drei Verhaftungen von Mitgliedern des finanziellen Systems des Islamischen Staates ausgeführt. Ermittlungen zeigten, dass die Angeklagten Teil eines internationalen Netzwerks mit Sitz in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika sind. Organisatoren und Kämpfer arbeiten zusammen, um die Rückkehr ausländischer Terroristen zu finanzieren. Europäer und Sympathisanten, die als Terroristen aus Syrien zurückkehren wollen, nutzen soziale Netzwerke, um Geldgeber zu finden. Dazu kontaktieren sie Dschihadisten verschiedener Nationalitäten, bis eine Verbindung zustande kommt.

 

Die Polizeibehörden aus Madrid und Ceuta möchten zusammen mit EUROPOL ein Zeichen gegen den Dschihadismus setzen. Das spanische Kommissariat arbeitet eng mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht zusammen, um den terroristischen Geldfluss zu stoppen.

Quellenangaben

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