Der Rettungsplan f├╝r das Gastgewerbe

Der Rettungsplan f├╝r das Gastgewerbe

Eines der vielen aufgrund von Corona geschlossenen Restaurants in Spanien.

SPANIEN | Die Gastronomie und die Hotellerie haben sehr stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten. Die Regierung Spaniens erstellt nun einen Rettungsplan f├╝r diese Sektoren, der rund 8,5 Milliarden Euro umfassen soll. In Anbetracht dieses Rettungsplans gibt es in den kommenden Tagen sehr wichtige Termine. Der erste ist am heutigen Freitag, an dem sich die Regierung mit den Vertretern der Arbeitgeber aus den Sektoren sowie den Gewerkschaften trifft. W├Ąhrend der Tourismus-Konferenz werden die wichtigsten Eckpfeiler des Rettungsplans besprochen und die Regierung hofft auf essenzielle Informationen, um den Plan effektiv und schnell umsetzen zu k├Ânnen und mit den m├Âglichen Mitteln abzustimmen. N├Ąchste Woche ist die gro├če Konferenz f├╝r den Tourismus- und Handelssektor angesetzt. Die spanische Regierung sowie die Vertreter der autonomen Gemeinschaften, der FEMP und des Gastgewerbes, sind bei dieser Zusammenkunft anwesend. W├Ąhrend dieses Treffens wird das Gesamtbudget des Rettungsplans definiert und koordiniert sowie die Verantwortung und die Administration der Verwaltungen.

Die spanische Regierung will eng mit den autonomen Gemeinschaften zusammenarbeiten, um m├Âglichst effektiv die Kriterien zu definieren und m├Âgliche Individualit├Ąten in den einzelnen Regionen abzudecken. Der Rettungsplan sieht vor, finanzielle sowie steuerliche Unterst├╝tzung zu bieten. ÔÇ×Die direkte finanzielle Hilfe soll nicht zur├╝ckerstattet werden m├╝ssenÔÇť, sagte die Vizepr├Ąsidentin Nadia Calvi├▒o. Dar├╝ber hinaus liegen Vorschl├Ąge mit den Forderungen vor, dass die Mieten in den Sektoren angepasst werden m├╝ssen, unter der Ber├╝cksichtigung des aktuellen Alarmzustandes, der Ausgangssperren und ├Ąhnlicher Vorschriften.

Des Weiteren sollen Mietzahlungen f├╝r Betriebe, die komplett geschlossen sind, nicht f├Ąllig sein oder den m├Âglichen Umsatzzahlen angepasst werden. Diese anfallenden Kosten sollen vom spanischen Wiederaufbauplan abgefangen werden. Die Vorschl├Ąge k├Ânnten f├╝r die Kanaren nicht zwingend sein, da auf dem Archipel kein Alarmzustand sowie keine Ausgangssperren gelten. Die Forderung, dass die ERTE mindestens bis zum Sommer 2021 verl├Ąngert wird, w├╝rde jedoch auch f├╝r die Kanaren greifen. Welche Aspekte umgesetzt und welche auch f├╝r die Kanarischen Inseln angewendet werden k├Ânnen, wird sich jedoch erst definitiv bei der Konferenz n├Ąchste Woche herausstellen.

Der Gastgewerbe-Sektor best├Ątigt die Auszahlungen der ERTE und der Darlehen, jedoch sind diese Zahlungen nicht Ansatzweise ausreichend, um die Verluste einzud├Ąmmen und das ├ťberleben der Betriebe zu garantieren. Nach Berechnungen der FEMP k├Ânnte die Krise bis zu 100.000 Betriebe komplett zerst├Âren und bis zu einer Million Arbeitspl├Ątze vernichten sowie einen m├Âglichen Verlust von ├╝ber 67 Milliarden Euro bis zu ihrem Ende verursachen.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich s├Ąmtlichen Themen zu Corona k├Ânnen sich jederzeit ├Ąndern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverst├Ąndnissen vorzubeugen.

Quellenangaben

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