Spanien will AstraZeneca-Vakzin wieder einsetzen

Spanien will AstraZeneca-Vakzin wieder einsetzen

Nach dem Gutachten der Arzneimittelbehörde wird der Impfstoff wieder eingesetzt.

SPANIEN 🇪🇸 | Die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias kündigte diese Woche auf einer Pressekonferenz an, dass Spanien ab nächsten Mittwoch die Impfung gegen COVID-19 mit dem AstraZeneca-Vakzin wieder aufnehmen wird. Das wurde in einer außerordentlichen Sitzung mit den Autonomen Gemeinschaften beschlossen. Die Impfungen mit AstraZeneca wurden am Montag gestoppt, da es mehrere Fälle von Thrombosen (Blutgerinnsel) bei Personen gab, die mit dem Vakzin geimpft wurden. Der Zusammenhang sollte untersucht werden, bevor weitere Dosen zum Einsatz kommen.

Spanien hat sich zur Fortsetzung der AstraZeneca-Impfungen entschieden, nachdem der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) am Donnerstag nach Analyse der Thrombose-Fälle entschieden haben, dass der Impfstoff „sicher und wirksam“ ist und dessen Nutzen die Risiken „bei weitem überwiegt“.

Die EMA konnte den Zusammenhang zwischen dem Auftreten thrombotischer Ereignisse und der Verabreichung des Impfstoffs nicht bestätigen. Die EMA-Direktorin Emer Cooke sagte aber, dass man vorsichtig sein und Thrombosen als sehr seltene Nebenwirkung in der Packungsbeilage einbinden müsse. Außerdem müsste medizinisches Fachpersonal besser darauf trainiert werden, diese Symptomatik zu erkennen.

AstraZeneca: Nebenwirkungen werden weiterhin untersucht

Mehrere Impfstoffexperten, welche die Regierung und die Kommission für öffentliche Gesundheit beraten, werden die Datenlagen zum Vakzin untersuchen und entscheiden, ob der Impfstoff nur bestimmten Gruppen verabreicht werden sollte. Am Montag wird es eine weitere außerordentliche Ratssitzung geben, um die endgültige Genehmigung zu erteilen.

Die Direktorin der spanischen Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (AEMPS), María Jesús Lamas, wies darauf hin, dass das technische Datenblatt des AstraZeneca-Impfstoffs inzwischen Hinweise auf möglichen Thrombosen enthält. Gesundheitspersonal soll über eventuelle Symptome informiert werden, die nach Verabreichung der Dosen berücksichtigt werden müssen.

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