Tausende Menschen aus Marokko kommen nach Ceuta

Tausende Menschen aus Marokko kommen nach Ceuta

Hunderte Menschen aus Marokko warten bei den Wellenbrechern an der Grenze von Ceuta, um diese zu ĂŒberqueren.

SPANIEN đŸ‡Ș🇾 | Tausende Menschen kommen ĂŒber die Grenze von Marokko bei Ceuta. Die Bilder, die sich in den letzten zwei Tagen ereigneten sind tragisch und unfassbar. Seit Montag sind rund 6.000 Marokkaner auf das spanische Hoheitsgebiet geschwommen. Die Grenze von Marokko und Ceuta ist lediglich durch einen Zaun abgegrenzt.

Tausende BĂŒrger aus Marokko sprangen ins Wasser und haben auf diese Weise die Grenze umgangen. Die EinsatzkrĂ€fte vor Ort waren zu diesem Zeitpunkt komplett ĂŒberfordert und forderten UnterstĂŒtzung an. Am Dienstagmorgen wurde eine Mobilisierung der spanischen Armee in die Wege geleitet, um die Situation schnellstmöglich unter Kontrolle zu bekommen.

Die GrenzĂŒberquerungen fand auf beiden Seiten der KĂŒste statt, bei BenzĂș und bei der Playa El Trajal.

karte ceuta marokko grenze
Die Grenze von Marokko und Ceuta mit den GrenzĂŒbertretungen. / Quelle: C7

Spanien  ist aber nicht unschuldig an der Situation in Ceuta. Spanien hat unter einer falschen IdentitĂ€t den Staatsfeind von Marokko und selbsternannten PrĂ€sidenten der Gruppierung RASD (RepĂșblica Árabe Saharaui DemocrĂĄtica), Brahim Gali, aufgenommen, um ihn zu behandeln, nachdem er mit Corona erkrankt war.

Brahmi Gali wird in Marokko als Massenmörder deklariert und auch auf den Kanaren war die Empörung massiv, nachdem bekannt wurde das Spanien diese Überfahrt nicht nur wissend gebilligt hatte, sondern auch durch die Einreise mit einer falschen IdentitĂ€t gefördert hat.

Zustrom aus Marokko in Ceuta kontrollierbar

Spanien hat rund 3.000 Soldaten regulĂ€r in Ceuta stationiert, die gestern frĂŒh mobilisiert wurden. Hinzu kam die Mobilisierung von MilitĂ€rfahrzeugen sowie die komplette Belegschaft der vor Ort stationierten Guardia Civil und Nationalpolizei. Des Weiteren waren wieder einmal die freiwilligen Helfer des Roten Kreuzes als erste vor Ort, um Erste Hilfe zu leisten.

Unter den Zuwanderer sollen nach ersten SchĂ€tzungen rund 1.500 MinderjĂ€hrige sein. Das spanische Innenministerium , unter der FĂŒhrung von Fernando Grande-Marlaska genehmigte in einem Eilverfahren finanzielle UnterstĂŒtzung in Höhe von 30 Millionen Euro fĂŒr die Behörden von Marokko, um die marokkanischen EinsatzkrĂ€fte bei der Unterbindung des Zustroms zu unterstĂŒtzen. Der spanische Innenminister bestĂ€tigte bereits, dass rund 2.700 Menschen aus Marokko bereits wieder zurĂŒckgefĂŒhrt wurden.

Aus mehreren politischen Lagern wie zum Beispiel der PP, wird dieses gestrige Abkommen als Schmiergeldkampagne und Bestechung deklariert und löste innerhalb der Partei massive Aufruhr aus. In diesem Zusammenhang wird in allen spanischen Autonomen Gemeinschaften zurzeit die aktuelle Lage diskutiert. Die Tatsache der gebilligten Einreise eines Mannes mit gefĂ€lschten Dokumenten, der in einem anderen Land als Völkermörder bezeichnet wird und die Tatsache, dass Marlaska in einem Eilverfahren mit der spanischen Exekutive eine so hohe Summe bereitstellen kann, obwohl damals fĂŒr die Kanaren monatelang keine UnterstĂŒtzung gekommen ist, lĂ€sst alle GemĂŒter hochkochen.

Quellenangaben

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