67 Milliarden Umsatzrückgang im Gastgewerbe

67 Milliarden Umsatzrückgang im Gastgewerbe

Leere Tische in Restaurants führen zu Schließungen im spanischen Gastgewerbe.

SPANIEN 🇪🇸 | Das spanische Hotel- und Gaststättengewerbe erwartet bis Ende 2020 einen Umsatzrückgang in Höhe von unglaublichen 67 Milliarden Euro, gut die Hälfte des normalen Jahresumsatzes. Fast ein Drittel aller Hotels werden laut Prognose der Betreiber geschlossen. 85.000 Betriebe, die zum Verlust von knapp 400.000 Arbeitsplätzen führen werden.

Die Arbeitgebervertreter bedauern sehr, dass die Regierung einen totalen Mangel an Empathie und Respekt zeigt, indem sie trotz schwerer Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin keine direkten Hilfen bewilligt, trotz des bekannten Umsatzrückgangs.

Ende 2019 beschäftigte das Gastgewerbe ca. 1,7 Millionen Arbeitnehmer in ihren knapp 316.000 Betrieben. Das Corona-Erdbeben in 2020 könnte die Zahl der krisenbedingt geschlossenen Betriebe auf 100.000 ansteigen und zur direkten Vernichtung von 680.000 Arbeitsplätzen führen, sollte sich die Lage nicht verbessern und keine zusätzliche Unterstützung eintreffen.

Die Hoteliers haben erklärt, dass der Schlüssel zur Erholung des Konsums sowohl spanischer als auch internationaler Touristen im Impfstoff liegt. Im besten Fall – so hoffen sie – wird das Umsatzniveau von vor dem Covid-19-Desaster frühestens Ende 2021 erreicht.

Umsatzrückgang in den Autonomen Gemeinschaften

Aufgeschlüsselt nach Autonomen Gemeinschaften waren die bisherigen Auswirkungen der Pandemie auf das Einkommen in den Gebieten mit dem größten Gewicht des ausländischen Tourismus viel größer, wobei die Balearen (-71 %), die Kanarischen Inseln (-56 %) und Katalonien (-51 %) an der Spitze stehen.

„Wir sind wie diejenigen, die krank sind und ein Beatmungsgerät brauchen, und das schon seit zwei Monaten“, sagte der Präsident der spanischen Hotellerie, José Luis Yzuel, und bezog sich erneut auf die fehlende öffentliche Unterstützung der Regierung. Er fordert einen „Rettungsplan“ mit 8,5 Milliarden Euro. Darüber hinaus hat er auch infrage gestellt, warum im Baskenland um 20 Uhr geschlossen werden muss und in anderen Regionen um 22 Uhr oder gar um Mitternacht, was seiner Meinung nach den Mangel an Kriterien widerspiegelt, wenn es um die Festlegung von Beschränkungen geht.

Der Präsident des CEOE (Bund der spanischen Unternehmensverbände), Antonio Garamendi, verteidigte die Tatsache, dass das Hotel- und Gaststättengewerbe eine „sichere“ Tätigkeit für die Verbraucher ist, da der Prozentsatz der Infektionen in diesem Sektor im Vergleich zu anderen Bereichen gering ist. Garamendi, der eine Gesichtsmaske mit dem Slogan „Retten wir das Gastgewerbe“ trug, warnte vor dem bereits bestehenden Liquiditätsproblem in der Branche und unterstrich die dringende Notwendigkeit jeglicher Unterstützung, um den Umsatzrückgang abzufangen.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

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