Vivotecnia – Tierquälerei Skandal

Vivotecnia – Tierquälerei Skandal

Einer der Hunde, die vom Forschungsunternehmen Vivotecnia für Tierversuche eingesetzt werden.

Hinweis der Redaktion: Wir haben uns bewusst dazu entschlossen das Video sowie Fotos aus dem Bericht nicht zu publizieren. Grund dafür sind die verstörenden Szenen.

SPANIEN 🇪🇸 | Das Forschungsunternehmen Vivotecnia , das seinen Hauptsitz in Madrid hat, wird von der gemeinnützigen Tierschutzorganisation Cruelty Free International wegen Tierquälerei angeprangert.

Das Labor von Vivotencia ist im Bereich der toxikologischen und pharmazeutischen Forschung tätig und setzt dazu auch Tierversuche ein. Die Tierschutzorganisation hat die angeblichen Tierquälereien aufgedeckt und benennt auch massive Verstöße gegen das spanische sowie europäische Tierschutzgesetz.

Die Regierung von Madrid hat nach Bekanntgabe des Berichts, der auch Videomaterial beinhaltet, eine sofortige Untersuchung gegen das Forschungsunternehmen eingeleitet. Gerade das Videomaterial ist sehr schwer bis zum Ende anzuschauen und zeigt tatsächliche Misshandlungen der Tiere, durch Schläge oder Obduktionen während derer die Tiere noch leben. Das Video ist auf YouTube zu sehen, allerdings warnen wir vor den verstörenden Bildern.

Die Aufnahmen wurden von einem ehemaligen Mitarbeiter des Forschungsunternehmens gemacht und zwar im Zeitraum von 2018 bis 2020. In diesem Monat wurden sie mithilfe von Cruelty Free International an die Öffentlichkeit gebracht, um das Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen.

Tierversuche innerhalb von Spanien

Spanien legt sehr großen Wert auf artgerechte Haltung und Tierschutz. Versuche mit Tieren sind auf rechtlicher Basis legal, jedoch unterliegen diese strengsten Auflagen, die von der Europäischen Union festgelegt sind. Erst im Oktober 2020 hatte die Podemos Canarias härtere Strafen für Tierquälerei  in jeglicher Form gefordert.

Das neue Tierschutzgesetz, das der Zentralregierung am 23. Oktober vorgelegt worden war, beinhaltete gravierende Änderung für Schlachthöfe und die Überwachung sowie die Gewährleistung der artgerechten Haltung der Tiere. Der aktuelle Fall der möglichen Tierquälerei bei Vivotecnia könnte aufgrund der staatlichen Untersuchung zu erneuten Anpassungen führen.

„Es ist unvorstellbar, dass wir in Europa noch immer solche Zustände feststellen müssen und solche Tatsachen aufdecken“, so die Direktorin, Dr. Katy Taylor, von der Tierschutzorganisation. Das Gesetz 2016/63 der Europäischen Kommission dient dazu, Tiere die für medizinische Forschungszwecke eingesetzt werden, zu schützen.

Tierversuche auch beim Corona-Impfstoff

Der Europäische Tierschutzverband (EARA) hat bestätigt, dass Tierversuche bei der Forschung und Entwicklung von pharmazeutischen Arzneimitteln, wie auch bei Corona-Impfstoffen, maßgebend sind jedoch unter Berücksichtigung, dass das Wohl und die Würde des Tieres immer oberste Priorität haben müssen.

Die EARA äußerte sich besorgt über den Bericht und das Videomaterial aus dem Labor der Vivotecnia Gruppe. Des Weiteren bestätigte der Verband, dass das Forschungsunternehmen sich nicht dem Verband angeschlossen hat, sondern nur die notwendige Transparenzvereinbarung unterzeichnete, die von dem spanischen Verband für wissenschaftliche Organisationen (COSCE) Voraussetzung ist, um in diesem Forschungsbereich mit Tierversuchen zu arbeiten.

Aufforderung für die Schließung des Vivotecnia-Labors

Das Video ging in den sozialen Netzwerken viral und hatte zur Folge, dass innerhalb weniger Stunden auf der Plattform www.change.org eine Petition für die Schließung des Labors von Vivotecnia eingereicht wurde. Bis jetzt hat diese über 190.000 Unterschriften. (Stand: 11.04.2021 / 15:00 Uhr)

Des Weiteren bestätigte die Madrider Regierung, dass die SEPRONA (Tierschutzverein der Guardia Civil), informiert und beauftragt wurde, sich ebenfalls der Untersuchung anzuschließen.

Quellenangaben

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