Vizepräsident wegen Gewaltanstiftung in der Kritik

Vizepräsident wegen Gewaltanstiftung in der Kritik

Isabel Díaz Ayuso (rechts) und Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida sehen sich bei einem Spaziergang durch Puerta del Sol die Schäden an.

SPANIEN 🇪🇸 | Isabel Díaz Ayuso, die Präsidentin der Regionalregierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid, hat den spanischen Präsidenten Pedro Sánchez gebeten, Vizepräsident Pablo Iglesias sofort zu entlassen. Er sei „Unterstützer von Vandalismus und gewalttätigen Bewegungen“. Wie jene, die sich am Mittwochabend in Madrid abgespielt haben, als Demonstrationen wegen der Verhaftung von Rapper Pablo Hasel eskaliert sind.

Ayuso hatte am Donnerstag zusammen mit dem Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, Puerta de Sol besucht. Sie wollten die Schäden persönlich sehen, die durch die Unruhen entstanden sind, bei den 19 Menschen festgenommen und 55 verletzt wurden; 35 davon waren Polizisten. Eine Demonstrantin verlor ihr Auge durch ein Gummigeschoss der Polizei. Der Rapper Pablo Hasel wurde zu einer knapp neunmonatigen Haftstrafe verurteilt, da er die Königsfamilie beleidigt und den Terrorismus verherrlicht hatte. Das hat landesweit zu einer Debatte um Meinungsfreiheit geführt, die Ausschreitungen in mehreren Städten zur Folge hatte.

Demonstranten in Madrid warfen Gegenstände auf die Polizei, in Barcelona brannten Müllcontainer. Ayuso ist der Meinung, dass Präsident Sánchez und der Innenminister Fernando Grande-Marlaska eine Stellungnahme zu den Ereignissen abgeben müssen.

Starke Kritik an dem Vizepräsidenten

Der Vizepräsident, so Ayuso, hat die Demonstrationen gegen „die Inhaftierung eines Verbrechers“ angestiftet. Auslöser dafür ist ein Tweet von Pablo Echenique, Sprecher der Partei Unidas Podemos. Er schrieb am Mittwoch: „All meine Unterstützung für die jungen Antifaschisten, die Gerechtigkeit und freie Meinungsäußerung auf den Straßen fordern. Gestern in Barcelona, ​​heute in Puerta del Sol.“

Pablo Iglesias ist der Generalsekretär der Partei Unidas Podemos. Ayuso findet es inakzeptabel, dass der spanische Vizepräsident „immer hinter all diesen gewalttätigen Vandalismus-Bewegungen steht, welche die liberale Demokratie in Spanien ausrotten wollen und die Gesellschaft zu Tyrannei und Armut führen“.

Bürgermeister Martínez-Almeida stimmte zu, dass keine Toleranz gegenüber Gewalt gezeigt werden darf. „Diejenigen, die das Auftreten solcher Verhaltensweisen fördern, tolerieren, unterstützen und schützen, sollten nicht in der Regierung sein“. Er begrüßte die Reaktion der Nationalpolizei, welche „verhindert hat, dass die Ausschreitungen viel schwerwiegender und gewalttätiger wurden“.

Quellenangaben

Lesen Sie auch

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.8 / 5. Anzahl Bewertungen: 37

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich gefunden haben...

Folge Sie uns in den sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse Sie uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?