Bitcoin-Firma auf Teneriffa wegen Betrugs verdächtigt

Bitcoin-Firma auf Teneriffa wegen Betrugs verdächtigt

Santiago Fuentes, eingetragener und alleiniger Geschäftsführer der Firma Arbistar 2.0.

TENERIFFA | Santiago Fuentes von der Firma Arbistar 2.0, die sich auf das Investment mit Bitcoins spezialisiert hat, will 32.000 betroffenen Kunden das angelegte Geld zurückbezahlen. Wie der Unternehmer gegenüber der Televisión Canaria in einem Interview erklärte, seien lediglich 32.000 Kunden von insgesamt 120.000 betroffen. Fuentes hatte das Interview kurz darauf abrupt abgebrochen, nachdem detailliertere Fragen gestellt worden waren. Angeblich soll sich der Schaden auf 1 Milliarde Euro belaufen, was aber von Fuentes bestritten und auf 100 Millionen Euro reduziert wurde. Nach Aussagen von Santiago Fuentes seien aufgrund eines Fehlers bei einem sogenannten Crawler-Bot Diskrepanzen aufgetreten, die dazu führten, das falsche Zahlen an die Kunden ausgeliefert wurden. Das Kuriose an der Sache ist, dass der Fehler bereits Anfangs August bemerkt wurde aber erst am 11. September Schritte eingeleitet wurden, um ihn zu beheben.

Die Geschäftsführung wies des Weiteren daraufhin, dass jeder Kunde beim Unterzeichnen des Vertrags auf die Risiken hingewiesen werde – und immerhin würde die Firma Prozent Gewinn machen. Daraus ließe sich ableiten, wie risikoreich die Anlage sei. Daher vertraut Fuentes darauf, dass es wahrscheinlich keine Anklageerhebung geben wird, weil die Verträge so ausgelegt sind, das die Investoren das ganze Risiko alleine tragen, sogar bei technischen Fehlern wie es scheint. Fuentes sagte dazu, dass er ab nächster Woche zwei Möglichkeiten zur Verfügung stellen wird, um den betroffenen Kunden das Investment zurückzubezahlen. Einmal mit der Laufzeit von 6 und einmal mit 12 Monaten. Fuentes äußerte sich des Weiteren, dass er aufgrund der aktuellen Corona-Situation weiterhin zu Hause bleiben muss, ohne den Firmensitz in Playa de Las Americas aufsuchen zu können. Er betonte jedoch, dass er sich nicht versteckt, sondern nur schützen möchte wegen der aktuellen gesundheitlichen Risikolage. Eine Frage jedoch wurde in dem Interview nicht gestellt: Wenn die Firma bereit ist, die Investments der betroffenen Kunden zurückzubezahlen, aber wöchentlich einen Gewinn von 5 Prozent schreibt, was passiert den mit dem Gewinn, der in diesem Monat des Debakels erzielt wurde? Immerhin sind das rund 20 Millionen Euro.

Quellenangaben

Lesen Sie auch

JETZT DIESEN BEITRAG MIT FREUNDEN TEILEN

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich gefunden haben...

Folge Sie uns in den sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse Sie uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?