Eine mögliche Terrorzelle auf Teneriffa ausgehoben

Eine mögliche Terrorzelle auf Teneriffa ausgehoben

Ein Teil der sichergestellten Waffen und Teile aus der Waffenwerkstatt.

TENERIFFA 🇮🇨 | Die Nationalpolizei und die Zollbehörde haben am 14. September 2020 eine illegale Waffenwerkstatt und mögliche Terrorzelle ausgehoben. Der Bericht wurde aufgrund der Sicherheitseinstufung des Falls erst jetzt veröffentlicht.

Was die Nationalpolizei bei der Stürmung in dem Gebäude vorgefunden hat, erklärt warum der offizielle Bericht erst jetzt an die Öffentlichkeit gelangte. Es wurde zum Zeitpunkt des Zugriffs nur eine Person verhaftet, jedoch hatten die Untersuchungen bestätigt, dass noch weitere Personen in diesem Fall involviert waren. Dementsprechend wurden die Ermittlungen ausgeweitet.

Indizien für eine Terrorzelle auf Teneriffa

Die bereits auf Teneriffa inhaftierte Person hatte in einem Gebäude mehrere 3D-Drucker installiert, die dazu dienten, Waffenteile ausdrucken. Die Nationalpolizei hat überdies Werkzeug beschlagnahmt, das zum Zusammenbau einer Schusswaffe notwendig sind. Des Weiteren wurden 19 Pistolengriffe, neun funktionsfähige Magazine, zwei Schalldämpfer, zwei Pistolenschlitten, zwei Langläufe für Gewehre und zwei Schlagbolzen sichergestellt.

Ebenfalls stellten die Beamten Kleinteile wie Abzugsfedern, Abzüge, Abzugshammer, holografische Visiere, Gasstangen und Zielfernrohre für eine Distanz von ca. 1000 Meter sicher. Hinzu kommen zwei Taser, fünf illegale Klappmesser, eine Machete, ein Katana und zwei Flaggen mit dem Hakenkreuz. Brisant war auch die Literatur des Täters.

Diese bestand aus rund 30 Büchern zur Durchführung von taktischen Terroranschlägen, Guerillakampfstrategien im urbanen Einsatz, Bauanleitungen für Sprengsätze und Trainingsbüchern für den Umgang mit halb- und vollautomatischen Waffen. Ebenfalls wurden chemische Bestandteile wie Schwarzpulver, verschiedenes Nitrat und Aceton sichergestellt, weshalb eine Sondereinsatztruppe der Guardia Civil (TEDAX-NRBQ) das Gelände auf mögliche einsatzfähige Sprengmittel absuchte.

3D-Drucker vereinfachen den Terrorismus

Ein 3D-Drucker erleichtert einem Terroristen oder einer Terrorzelle die Herstellung von Schusswaffen enorm. Bereits im Oktober 2019 wurde in Deutschland ein Terroranschlag auf eine Synagoge verübt; mit Waffen, die Mithilfe eines 3D-Druckers erstellt worden waren.

Die Kommission innerhalb von Europol zur Bekämpfung von Terrorismus, bestätigte einen Anstieg von sichergestellten Waffen, die Mithilfe eines 3D-Druckers erstellt worden sind, seit rund sechs Jahren. Europol bezeichnet diese Möglichkeit für Terrorzellen als äußerst bedenklich und fordert europaweite Regelungen.

Quellenangaben

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