Reise-Impfpass – Was genau bedeutet das jetzt?

Reise-Impfpass – Was genau bedeutet das jetzt?

Reisende am Flughafen bald nur noch mit einem Reise-Impfpass. / Archiv

EUROPA 🇪🇺 | Der Reise-Impfpass ist bestätigt und wird definitiv eingeführt – voraussichtlich sogar bereits für die Sommersaison. Spanien hatte im Vorfeld jegliche Unterstützung für das Vorhaben des Europäischen Reise-Impfpasses zugesichert.

Die spanische Ministerin für Tourismus, Reyes Maroto, versicherte, dass die Regierung von Spanien bereits seit Anfang Februar an einem umfangreichen Konzept  für die Regelungen hinsichtlich eines Reise-Impfpasses für Spanien arbeitet.

Die Kontroverse bezüglich des Reise-Impfpasses ist groß, weil viele eine Benachteiligung aller Personen befürchten, die sich nicht impfen lassen wollen oder nicht können.

Was übermittelt der Reise-Impfpass?

Der Reise-Impfpass soll mehrere Datensätze beinhalten, um ein sicheres Reisen zu gewährleisten. Dazu zählen zunächst personenbezogene Daten wie Vor- und Nachname und die Identifikationsnummer (In Spanien ist das die DNI oder NIE) sowie das Geburtsdatum und das Geschlecht.

Was die Impf-Historie angeht, sollen mehr Daten erfasst werden. In Zusammenhang stehende Vorerkrankungen mit einer Erklärung dazu, welcher Impfstoff genau verabreicht wurde und von welchem Hersteller.

Hinzu kommt die Chargennummer der Ampulle für eine Zuordnung, das Datum und die Ortschaft der Impfungen, welche Person in welchem Land die Impfung durchgeführt hat sowie die nächste Impfung.

Angela Merkel begründet die Notwendigkeit

Die deutsche Bundeskanzlerin bestätigte, dass mit der Einführung des Reise-Impfpasses wieder internationale Reisen möglich werden sollen und ebenfalls das Reisen in Drittländer. „Es wäre ungerecht, wenn Personen, die bereits geimpft sind, aufgrund der nicht Geimpften, nicht Reisen dürften“, so Merkel am vergangenen Donnerstag.

Eine ältere Dame bei der Impfung gegen Corona. / Quelle: Archiv
Eine ältere Dame bei der Impfung gegen Corona. / Quelle: Archiv

Menschen, die nicht geimpft sein werden und daher keinen Reise-Impfpass erhalten können, sollen einer gesonderten Regelung unterliegen. Sie sollen sich weiterhin einem PCR-Test und einer Quarantäne von fünf Tagen unterziehen müssen. Eine Nachverfolgung innerhalb der EU muss ebenfalls gewährleistet sein.

Unter diesen Bedingungen soll ein Sommer-Urlaub 2021 möglich sein für alle Menschen unter der Berücksichtigung der geltenden Maßnahmen in den jeweiligen Ländern. Diese aktuellen Regelungen hinsichtlich des Reise-Impfpasses stoßen weiterhin auf massiven Widerstand mit der Begründung eines indirekten Impfzwangs.

Auf der einen Seite muss eine sichere Lösung für europäische und internationale Reisen gewährleistet sein, auf der anderen Seite darf niemandem das Verreisen verboten werden. Das Reisen für Menschen die nicht geimpft sind, aus welchen Gründen auch immer, kann ebenso einen wirtschaftlichen Einbruch für alle Gebiete bedeuten, die vom Tourismus abhängig sind wie die Kanaren .

Auf der anderen Seite können jedoch Hotelschließungen und Einreiseverbote nach einem erneuten Corona-Ausbruch ebenfalls das totale Aus für die Branche bedeuten. Zwischen diesen beiden Polen gilt es abzuwägen – und dabei natürlich auch die Gesundheit der Reisenden im Blick zu behalten.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

Aktuelle Informationen zum Thema Corona auf den Kanaren sowie den geltenden Einschränkungen und aktuelle Corona-Zahlen, erhalten Sie auf unserer Corona-Informationsseite .

Quellenangaben

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