Basstölpel gerettet

Basstölpel gerettet

Der Basstölpel fliegt an den Kanaren normalerweise nur vorbei.

Auf Gran Canaria kam an Bord eines Frachters ein ungewöhnlicher blinder Passagier an. Ein Basstölpel, der sehr geschwächt und dehydriert war, hatte sich an Bord niedergelassen und so Las Palmas erreicht. Wie bei anderen Meeresvögeln auch, haben die Basstölpel Schwierigkeiten, sich vom Boden aus in die Luft zu erheben. Wenn sie auf hoher See sind, suchen sie manchmal ein Boot, um sich neu zu orientieren und weiterzufliegen. Manchmal kommen sie dann aber nicht mehr weg und bleiben auf dem Boot gefangen. Insbesondere wenn sie geschwächt sind, wie dieser Basstölpel. In der Wildtierauffangstation wurde er aufgepäppelt und konnte inzwischen schon wieder in die Freiheit entlassen werden.

Der Basstölpel ist der größte europäische Meeresvogel. Er wird bis zu einem Meter groß und erreicht eine beachtliche Spannweite von 1,80 Meter. Sein Federkleid ist weiß mit gelblichen Akzenten und schwarzen Flügelspitzen. Jungtiere sind noch schlicht grau. Die Zugvögel verbringen die meiste Zeit auf See. Nur zur Brutaufzucht lassen sie sich an den europäischen Nordküsten des Atlantiks nieder. Erst mit vier oder fünf Jahren sind die Vögel geschlechtsreif. Die Fortpflanzungszeit hängt von der geografischen Lage der jeweiligen Kolonie ab. Auf den Kanaren brüten sie nicht. Auf See sind sie jedoch anzutreffen.

Quellenangaben