Nächste Fusion der Sabadell und BBVA im Gespräch

Nächste Fusion der Sabadell und BBVA im Gespräch

Eines der Verwaltungsgebäude der BBVA in Bilbao.

SPANIEN | Die Corona-Krise bringt neue Möglichkeiten für die Banken hervor. Die Sabadell, die BBVA und die Kutxabank stehen in Kontakt, um eine mögliche Fusion aller drei Banken abzuwägen. Die Sabadell Bank äußerte sich zu den aktuellen Möglichkeiten einer Fusion und sagte, dass sie eine eigene Vorgehensweise hat, um den Wert für Aktionäre und der Bank zu maximieren und somit die Folgen der Corona-Krise abzufangen. Es werden alle Möglichkeiten abgewogen und überprüft, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Eine mögliche Fusion mit der Bankia und der Sabadell Bank stand bereits vorletztes Jahr zur Debatte, wurde jedoch nie umgesetzt. Die Fusion hätte damals große Kosteneinsparungen erzielt und wäre strategisch sehr sinnvoll gewesen. Die Fusion fand aber nicht statt, weil der Markt und das wirtschaftliche Thema „BREXIT“ zu viele Variablen offen gelassen hatten. Die Sabadell sagte dazu, dass auch in dieser Krise genau überprüft wird, ob eine Fusion für alle Beteiligten Vorteile bringt und wie maßgebend die Variablen der aktuellen Lage sind.

BBVA wäre die optimale Wahl

Einer der großen Vertreter im spanischen Bankenwesen, die BBVA wäre strategisch gesehen die optimale Lösung für die Sabadell, sollte eine Fusion zustande kommen. Die BBVA hat einen großen Marktanteil und durch die Fusion mit der Bank CatalunyaCaixa vor Jahren, hat sie auch einen großen Stellenwert bei der nationalen Aufsichtsbehörde. Die maßgebende Frage ist aber, ob die BBVA einen ebenso großen strategischen Vorteil durch eine Fusion mit der Sabadell Bank erkennt. Die Synergien sind vorhanden und können erweitert werden. Die aktuelle Gesundheitskrise, die sich inzwischen zu einer Wirtschaftskrise erweitert hat, wird auch von der Aufsichtsbehörde der spanischen Nationalbank, stark beaufsichtigt. Der Leiter der Aufsichtsbehörde, Pablo Hernández de Cos, begrüßt daher solche Fusion der Banken. „Auf diese Weise kann mehr Kapital und Rentabilität geschaffen werden für eine nicht abwegige Finanzkrise in Spanien“, so der Leiter der Aufsichtsbehörde.

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