Spanien will keine Quarantäne für Urlauber

Spanien will keine Quarantäne für Urlauber

Reyes Maroto, die spanische Ministerin für Tourismus bei der Pressekonferenz. / Archiv

SPANIEN | Die spanische Ministerin für Tourismus, Handel und Industrie, Reyes Maroto, kämpft für Entscheidungen für den europäischen Tourismus bei der EU-Union. „Es müssen einfache, schnell umsetzbare und einheitliche Maßnahmen innerhalb der EU definiert werden. Es ist keine Lösung, wenn Touristen nach dem Urlaub in Quarantäne müssen und dadurch sogar die Arbeitsstelle gefährdet ist“, so Maroto. Die Ministerin betonte ein weiteres Mal die Effizienz und Einfachheit der PCR-Tests im Ursprungsland und dem Zielort, und nur wenn bei einem solchen Schnelltest ein positives Ergebnis vorliege, sei eine Quarantäne angebracht. Die Länder Österreich, Kroatien, Slowenien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, Malta und Portugal, unterstützen diese Ansichten. Deutschland hat dies nicht getan, was aber normal ist, weil das vorsitzende Land bei so einem Treffen nie Partei ergreift. Deutschland selber bekräftigte die Ansichten bezüglich einer einfachen Umsetzung.

„Die selektive Bewertung und auch Maßnahmen müssen regional durchgeführt werden und nicht auf nationaler Ebene“, sagte die Ministerin weiter. Spanien hat seit Beginn der Corona-Pandemie rund 25 Milliarden Euro alleine für den Tourismussektor und deren Angestellte investiert. Das sei aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausreichend. Die Urlauber aus dem Ausland sowie dem Inland müssen wieder Vertrauen fassen und sich auf den Urlaub freuen können, was nicht erreicht werden kann, wenn die Urlaubsfreudigen ihre Arbeitsstelle durch eine allgemeine Quarantäne im Heimatland gefährden. Der einheitliche Plan müsse aber auch finanzielle Garantien für Urlauber in Bezug auf die Fluggesellschaften und deren Liquidität und Zuverlässigkeit gewährleisten. Dies muss mit einem weiteren europäischen Garantiefonds, ausgelegt für die Luftfahrt sowie Reiseveranstalter, gewährleistet sein.

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